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einfach nicht leicht

Herzlich willkommen
„Wo Menschen sich verschenken, berühren sich Himmel und Erde.“
„So ist Versöhnung, so muss der wahre Friede sein.“Diese Liedauszüge lassen erahnen,
wie groß die Sehnsucht nach Frieden ist und immer wieder neu ersehnt wird.Häufig lässt anderweitig gemachte Erfahrung zweifeln,
ob Frieden oder Gewaltlosigkeit bzw. Gewaltfreiheit möglich wird.
Und mancher behauptet, der Mensch könne gar nicht gut sein.Ich erlebe jedoch Menschen und Situationen, in denen ich mich zufrieden, gelöst und angenommen fühle. Deutlich zeigt sich das darin, wie wir miteinander sprechen. Die Worte, die gesagt werden, werten sie ab oder wertschätzen sie? Verletzen oder heilen die gesprochenen Sätze?
Unser Leben lang sind wir bedürftige Wesen, haben Bedürfnisse.
Von Geburt an
einfach – nicht - leicht
mein Weg hierhin
Ich bin jetzt über 70 Jahre alt. Daran können sie, kannst du erkennen, dass es Zeit für mich bedurfte, die Idee zu diesem Konzept „einfach nicht leicht“, zu entwickeln, umzusetzen und Hindernisse zu überwinden.
Vor etwa 30 Jahren lernte ich das Modell der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg kennen. Jedoch fand ich nicht die Kraft es umzusetzen. Die Geburt der Enkelkinder entfachte erneut in mir ein Feuer für die gewaltfreie Kommunikation. Die erste Zeit nach der Geburt machte mir deutlich, als welch bedürftige Wesen wir zur Welt kommen. Diese Erfahrung und Erkenntnis weckten die Absicht zu lernen, wie Bedürfnisse ausgedrückt werden können. Auch die Phase am Ende des Lebens offenbart diese Bedürftigkeit in besonderer Weise. Ich habe jedoch als Kind und Jugendlicher gelernt, meine Bedürftigkeit nur in geringem Maße wahrzunehmen. Und als Erwachsener habe ich eher die Erfahrung gemacht, dass dies als Schwäche ausgelegt wird. Zumal unsere Sprache, wie ich sie gelernt habe, uns viele Möglichkeiten zur Hand gibt, Bedürfnisse für mich und den Gesprächspartner selten direkt erkennbar auszudrücken.
Ursprünglich veranlasste mich die Überschrift eines Zeitschriftenartikels, mich mit gewaltfreier Kommunikation zu beschäftigen.
Die Überschrift hieß:
„Mörder, Kinderkiller, Mörder“
Diese Worte hatte der Amerikaner Marshall Rosenberg entgegen geschleudert bekommen. Im Flüchtlingslager Betlehem hatte er vor Palästinensern sein Modell der „gewaltfreien Kommunikation“ vorstellen wollen und hörte nun diese Worte.
Er hörte hin, was der Palästinenser, der ihn Mörder genannt hatte, hinter diesen Worten von sich bekannt gab, was dieser fühlte und brauchte. 20 Minuten lang hörte Rosenberg den Schmerz, die Gefühle und Bedürfnisse hinter den Aussagen des Palästinensers. Sobald der Palästinenser sich verstanden und in seinem Schmerz wahrgenommen fühlte, konnte er selbst, Rosenberg zuhören, Rosenbergs Anliegen aufnehmen. Eine weitere Stunde später lud der Palästinenser Rosenberg zu einem Ramadan-Essen nach Hause ein.
Als ich diesen Zeitschriftenartikel las, hat er mich beeindruckt und ergriffen. Er ist für mich der Auslöser geworden, mich genauer mit gewaltfreier Kommunikation zu befassen.
Den Weg dahin nenne ich einfach;
ihn zu begehen, bedarf viel Übung, daher nicht leicht.

Respektvolle, wertschätzende, einfühlsame Haltung
lässt sich mit Rosenbergs Modell erkennen, beschreiben und einüben.Gewaltfreie Kommunikation leitet mich, - Konflikte zu lösen,
- die Verbindung zwischen Menschen zu stärken,
- Beobachtung und Bewertung zu trennen,
- Gefühle wahrzunehmen,
- Bedürfnisse als Auslöser der Gefühle zu erkennen,
- Bitten zur Bedürfniserfüllung auszusprechen.
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